Thursday, February 28, 2013

Meanwhile in Magdarinien...

Ich bin derzeit so ziemlich die letzte Person, die einen Blog führen sollte. Ich komme nicht zum Schreiben und ja - oft könnte ich, will aber nicht, weil ich schlichtweg viel zu müde bin.
Mein wegen Krankheit etwas mißglückter Polenurlaub scheint so weit hinter mir zu liegen.
Aber gesund bin ich, das so nebenbei auf der Haben-Seite.
Auf den Nich-Haben-Seite (logisches Gegenteil):
- jede mögliche freie Stunde diese Woche wurde mit einer Supplierstunde gefüllt, unbezahlt, wohlgemerkt.
- habe beruflich erste Freundschaft mit dem Jugendamt schließen müssen - eine blöde, mühsame und sehr sehr unangenehme Geschichte
- am Anfang der Woche habe ich mir den Fuß verknackst - au!
- mein Handy funktioniert nicht
- die Woche ist noch nicht einmal vorbei

Trotz meines Zeitmangels und meiner aus Müdigkeit resultierenden Schreibblockade kann ich mich von diesem Blog nicht trennen.

Am 21.2. habe ich meinen 7. Blog-Jahrestag gefeiert.
Hier gibt es alles bis September 2011 zum Nachlesen. Manchmal lese ich diese alten Postings zur Entspannung.

Durch das Bloggen habe ich einige ganz faszinierende und tolle Menschen kennen gelernt - das ist der klare Vorteil zu facebook :)
Ich zitiere mal frei einen Text aus dem unendlichen Internet:
"Facebook makes me hate people I used to be friends with, blogging makes me admire people I've never met".

In diesem Sinne, alles Gute zum 7. Geburstag, lieber Blog!

Alles Biene,
Magdarine

Tuesday, February 5, 2013

Gute Lehrer...

... werden in den Ferien krank.
Jawohl, mein erster Urlaub ohne Kinder und ich bekomme prompt Fieber.
Gestern dachte ich, ich drehe durch. Heute denke ich das nicht mehr.
Bin wieder imstande, etwas herumzugehen und das Haus zu verlassen.
Hoffentlich kann ich morgen spazieren und einkaufen gehen...

Sunday, February 3, 2013

Flug 1 hinter mir

Die Nacht von gestern auf heute war grauenvoll. Ich konnte kaum schlafen und ich war bereits eine halbe Stunde vor dem Wecker wach und außerdem völlig fertig.
Meine Reise zum Flughafen trat ich in aller Früh an, halb 6 war ich bereits am U-Bahn-Bahnsteig. Mit jedem Meter, den ich mich dem Flugzeug näherte, ging es mir schlechter.
Ich hatte ursprünglich geplant, am Flughafen etwas zu frühstücken, aber das Einzige, wozu ich mich überwinden kann, ist ein Kaffee.

Gate. Bus. Flugzeug. Ich sitze direkt beim Propeller. Schlechteste Idee, weiß das aber zu dem Zeitpunkt noch nicht. Ca. 10 andere Fluggäste außer mir sind an Board. Ob sie auch so viel Angst haben? Ob sie wohl sehen, dass ich Angst habe? Ob sie wohl denken, dass ich eine gelassene Globetrotterin bin?Eine Passagierin verschläft tatsächlich den ganzen Flug. Wie kann sie bloß???


 

Flugzeug startet, es ist irre laut. Musik aus dem mp3-Player an und lesen. Durchatmen. Mein Lieblingstrostbuch beruhigt mich nur soweit, dass ich nicht vollkommen auszucke.
Ich denke an alle Menschen, die gerne fliegen. Meine Schwiegermutter. Meine beste Freundin - wollte mal Flugbegleiterin werden. Der Sohn einer anderen Freundin will Pilot werden. Ein Klassenfreund aus dem Gym ist Pilot geworden. Reiss dich zusammen Mädchen, das sind alles vernünftige Leute, die das nicht machen würden, wenn es Grund zur ständigen Panik gäbe. Ein Lied, zwei Lieder, die Zeit vergeht. Wie lange dauert eine Stunde nochmal?


Info des Piloten: wir setzen zur Landung an. Dauert ewig. 20 Minuten liegen zwischen der Ankündigung und dem Aufsetzen am Boden. Während des Landeanflugs wird mir so richtig richtig übel. Soll ich mich einfach auf den Boden übergeben? Ich schaffe es irgendwie, es nicht zu tun.
Mein Kopf schmerzt und mir ist schwindlig, auch Stunden später noch. Ich rede mir ein, es liegt am Schlafmangel, nicht am Flug.

In Warschau bei meiner Tante essen wir dann endlich ein Frühstück. Wichtigste Frage an einem Sonntag in PL: um wieviel Uhr gehen wir in die Messe?
Meine Cousine Ania samt Mann Kristof und ich fahren in die Altstadt und finden eine Kirche, wo gerade eine Messe beginnt.

Am späten Nachmittag treffen wir schließlich bei meiner Cousine ein, wo ich nächtige. Zum Abschluss des Tages machen wir Sushi - erstes Mal für mich. Mit etwas Wein dazu belohne ich mich mit dem Abendessen nach den Anstrengungen.

 

Ich habe mir selbst die Stirn geboten. Für die Rückreise muss ich es wieder tun.

Saturday, February 2, 2013

Ich, die Weltenbummlerin

Morgen fliege ich nach Polen.
Daran ist fast nichts außergewöhnlich, außer:
  • ich fliege ohne Kinder, ohne Mann. Mal ganz alleine, 6 Tage, Urlaub nur zum Entspannen - sehr passend angesichts der mich bald erwartenden Anstrengungen der Klassenführung.
  • ich fliege. Mit dem Flugzeug!!!
Dazu ist zu sagen, dass ich ausgeprägte Flugangst habe. Diese ist es übrigens hauptsächlich, die mich bisher wirkungsvoll von NY fern gehalten hat. Generell ist mein Reiseradius eher klein.


Geflogen bin ich in meinem bisherigen Leben nur 2 Mal (4 Mal, da hin und zurück).
Erster Flug ging nach Ios im Rahmen der Maturareise. Da wusste ich noch nicht von meiner Flugangst, und kaum in der Luft, musste ich von 40 Schulkameraden und mehrern Stewardess ständig beruhigt werden. Zurückfliegen musste ich auch, es war ziemlich unlustig.

Meine zweite Flugreise ging nach London. Damals hatte ich gerade eine sehr traurige Liebes-/Trennungsgeschichte hinter mich gebracht, und ich war in jenem Sommer so deprimiert, dass mir alles egal war, also konnte ich auch gleich fliegen...

Und nun steht mir mein 3. Mal bevor. Gebucht wurde diese Reise ganz spontan an einem feucht-fröhlichen Abend während der Weihnachtsferien und es war der Eber, der mich davon überzeugte, dass ich mir mal Urlaub von jeglichem Allteg gönnen sollte, Kinder inkl.
Nun sitze ich da - mein Handgepäck fast gepackt, Stein im Magen und wiederkehrende Panikmomente. Der Eber ist krank und ich hab ihn schon gefragt, ob ich nicht doch lieber da bleiben soll. Soll ich nicht, meint er.
Keine Ausrede also, ich besteige morgen das Flugzeug und fliege. Ich Weltenbummlerin...