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Saturday, November 15, 2008

Sohn krank, Nerven blank

Meine Lieben, es wundert Euch vielleicht, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe. Nun, der Sohn ist seit letzter Woche krank.
Es begann mit einer scheinbar harmlosen Verkühlung, Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, eh schon wissen, das was der Mann in der Wick MediNight Werbung aufzählt. Diese Symptome verschwanden recht schnell wieder, wir dachten schon, der Sohn wäre gesundet. In der Nacht von Montag auf Dienstag hustete er allerdings sehr stark, sodass ich beschloss, die Kinderärztin unseres Vertrauens aufzusuchen. Der Sohn wurde gründlich untersucht, Augen, Ohren, Lungen usw., aber die waren alle kerngesund. Also bekam er Hustenzäpfchen verschrieben, damit er in der Nacht ruhiger schlafen kann.
Zuhause angekommen schlief der Bub ein und wachte mit 39,5° Fieber auf. Er bekam ein Fieberzäpfchen, aber er fieberte die ganze Nacht durch, tlw. mit über 40°. Am nächsten Tag rief ich wieder meine Kinderärztin an, die an diesem Tag leider keine Ordination hatte und sie riet uns, ins Spital zu fahren.
Dort: warten, warten, warten. Dann Zimmer Nr. 4, junge Ärztin untersucht, murmelt irgendetwas suspektes und ruft dann die Oberärztin. So etwas löst in einer Mutter gleich Zweifel, Angst und überdimensionale Sorgen aus. Die Oberärztin kommt und schaut. Tastet Hals, tastet Bauch, sagt: "Sein Bauch gefällt mir nicht." Was? Wie? "Und Sie haben Pickel!" will man da kontern. Wir werden zum Ultraschall geschickt, Peter haßt jede einzelne Untersuchung und schreit sich die Seele aus seinem kranken Leib. Der Ultraschall-Arzt trägt an uns irgendein Rachespiel mit der Kinderambulanz aus, denn er will zuerst den US gar nicht machen, weil ihm die Kolleginnen zu wenig aufgeschrieben haben. Also erkläre ICH IHM, was untersucht werden soll.
Zurück in der Kinderambulanz höre ich dann einen Streit zwischen US-Arzt und Kinderdoktorin an. Mir kommt der Verdacht, dass hier irgendein mißlungener One-Night-Stand dahintersteckt. Jedenfalls sagt man mir nur, dass der Sohn Blähungen hat, man macht noch eine Harn- und Sesseluntersuchung und dann dürfen wir gehen, mit Fieber, ohne viel klüger zu sein, allerdings mit einem Rezept für neue Zäpfchen.
Die nächste Nacht ist wieder fiebrig und durchwacht, in der Früh telefoniere ich mit meiner Kinderärztin und sie wundert sich, dass im KH kein Blutbild gemacht wurde, also bittet sie uns zu Mittag in die Ordination. Leider fiebert der Sohn bereits am Vormittag auf 40,7° rauf, wird fast bewußtlos und übergibt sich. Also fahren wir sofort wieder ins KH. Dort wollen sie immer noch keine Blutuntersuchung machen, weil ich könnte ja problemlos am nächsten Tag allein dafür wiederkommen, oder? Ich erkläre, dass ich immer mit dem Taxi komme, was mich jedesmal um die 20eur kostet, also entscheidet der Oberarzt, dass sie gleich eine Blutuntersuchung machen. Auf die Ergebnisse warten wir 1h, und als wir dann wieder in den Untersuchungsraum gehen, ist eine andere Ärztin da, die ein Antibiotikum verschreibt, weil die Blutwerte auf eine bakterielle Infektion deuten.
Dann FRAGT sie mich, ob ich das Kind da lassen will oder es zu Hause versuchen will. Ich frage sie, was sie denn meint. Sie meint, dem Kind geht es eigentlich ganz gut, naja, also berate ich mich mit dem Eber und wir entscheiden uns für das traute Heim.
Und dann die Frechheit des Tages - auf dem Arztbrief steht: Stationäre Aufnahme empfohlen, wird aber von der Mutter abgelehnt.
Also gehe ich nochmal zurück und mache eine kleine feine Szene. Es folgt ein munteres Aneinander-vorbei-reden, das aber mit einer Klärung endet.
Das war am Donnerstag.
Mittlerweile geht es dem Sohn etwas besser, er bekommt 3x täglich Antibiotikum, will nicht viel essen und schreit in der Nacht immer noch. Außerdem ist er am ganzen Körper rot gesprenkelt und sieht aus wie ein Außerirdischer.
Auf dass wir diese Nacht vielleicht durchschlafen können!

4 comments:

  1. Jö! All das, was man ganz sicher nicht brauchen kann! Ich wünsche Euch beiden gute Nerven und Vermeidung einer Ansteckung, und dem kleinen Peter möglichst rasche Gesundung und ein Ende des Leids. Bei der Beschreibung leide ich richtig mit.

    "Stationäre Aufnahme empfohlen, wird von Mutter abgelehnt" ist allerdings eine Frechheit. Das ganze Vorgehen ist in meinen Augen eher zweifelhaft, aber du hast dich ja zum Glück und im Interesse deines Sohnes durchgesetzt.

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  2. Gute Besserung und "Ruhe bewahren" - du willst doch nicht Teil einer drittklassigen Spitals-Dokusoap werden, falls du dich nicht unter Kontrolle hast und dem nächstbesten Arzt eine schmierst...
    Ich habe mich ehrlich sehr gefreut, dass du es zum Treffen geschafft hast!
    GLG Bernadette

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  3. und gehts schon besser? tut mir leid für den kleinen.

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