Saturday, November 29, 2008

Namensdilemma

Man stelle sich vor, da sucht Jemand einen Namen für sein Kind. Es soll ein Bub werden.
Der Name soll folgende Kriterien erfüllen:
a) er soll zu einem deutschen Nachnamen passen,
b) er soll zu den Namen der bereits vorhandenen Geschwistern passen und
c) es soll kein typisch englischer/amerikanischer Name sein.

Namen der älteren Geschwister: Brian, Lea und Darlene.

Ohne Scheiß.

Friday, November 28, 2008

Adventzkrantzkertzenglantz

Als ich letztens sehr miserabler Laune war, riet mir der Eber: Denk an 'was Schönes.
Ich dachte mir, noch viel besser wäre es, etwas Schönes zu machen, und da
1. der Advent direkt vor der Tür steht,
2. ich es nicht zum von meinen Schwägerinnen organisierten Adventkranzbinden geschafft habe und
3. ich noch keinen Adventkranz hatte,

habe ich nun auch einen selbst gemacht (ich will meinen in-laws ja in nichts nachstehen). Motto: Schnee-Winter-Weihnachtsengel.
Auch die Kerzen wurden eigenhändig von mir mit Motiven versehen. Staunt und verfallt in stumme Bewunderung!



Tuesday, November 25, 2008

Fototag, Ausgabe 1 - 25.11.2008



Mein neuer Wecker projiziert die Uhrzeit an die Decke, was das Foto sehr schlecht zur Geltung bringt. Jedenfalls war ich wach.




Sohn bleibt beim Eber, der ihn nachher zur Tagesmutter bringt.




Raus in die Kälte. Der Messeturm leuchtet mir wie der Morgenstern den 3 Weisen.




Vorbei an der Apotheke meines Vertrauens.




Seit nicht allzu langer Zeit haben wir auch eine U-Bahn.




15 Minuten bis zur Schnellbahn, also noch schnell frühstücken.




Neue Schnellbahngarnituren sind was Feines.




Nebel liegt über Wien.






Fußmarsch durch das ebenfalls umnebelte Strebersdorf.




Die Schule...




...und das Internat




Unterricht.




Sohn von Tagesmutter abgeholt.




Endlich zu Hause...




Ab in den natürlichen Lebensraum der Sau! :)




Der Sohn übt in der Zwischenzeit sitzen.




Trockene Wäsche abhängen.
Nasse aufhängen.




Um mich dem Mittagessen widmen zu können, muss sich der Sohn alleine beschäftigen.




Mittagessen-Vorbereitungen. Der Apfel dient nur dem Vergleich, wie klein doch die Salatköpfe waren.




VK-Spaghetti mit Sauce. Mhhm.




Und der Salat.




Auch der Sohn bekommt Futter.




Sohn schläft, also kommt jetzt mein Freund und Helfer Swiffer zum Einsatz.




Eber und Sohn nach vielen Stunden wieder vereint. Ich gehe einkaufen, also macht winke winke!




Der Messeturm erstrahlt im weihnachtlichen Glanz.






Zurück vom Einkauf...




...natürlich mit kleiner Eberraschung.




Ein klassischer Abendsohn kann einen schon überfordern.




Sohn wird bettfertig gemacht...
...und darf natürlich noch ein bisschen spielen.




Aaah...frische Bettwäsche. Blau für den Eber, rosa für die Sau.




Alles bereit für den Fernseh- und Bügelabend...




...mit Dr. House.




Entspannter Ausklang mit Buch in der Badewanne.




The End


Habe vor, das in Zukunft immer wieder 'mal zu machen und lade hiermit alle ein, auch einen Fototag zu bloggen. Viki hat mir gestern erzählt, dass sie das zufällig auch macht. War ja klar!

Sunday, November 23, 2008

So richtig schwanger

Unser lieber Sohn nimmt ja einen Großteil unserer Aufmerksamkeit in Anspruch, sodaß ich regelmäßig vergesse, euch über Kind Nr. 2 auf dem Laufenden zu halten.
Nun.
Mein Bauch ist dieses Mal viel schneller gewachsen, wie mir auch im Forum und auf diversen Schwangerenseiten prophezeit wurde.

Ich bin an einem Punkt in der Schwangerschaft angelangt, an dem das Schuhe-Zubinden zu einer schier unmöglichen Tätigkeit geworden ist.
Und nachdem ich
a) es geschafft habe, bei meinen braunen Stiefeletten den Reißverschluß kauptt zu machen, und

b) bemerkt habe, dass meine Füße offenbar bereits jetzt angeschwollen sind, weil meine Lieblingsschuhe, die mir immer wie angegossen gepaßt haben, jetzt schmerzende Blasen hinterlassen haben,

brauche ich dringend neue Schuhe.

Ich habe auch bereits ein Ultraschallbild von vorletzter Woche. Ich hatte gehofft, hier dann endlich auch das voraussichtliche Geschlecht verkünden zu können, aber unser Nachwuchs hat sich hartnäckig nicht zwischen die Beine schauen lassen.
Nächste Chance ist am 1.12., mal schauen, ob wir da mehr Glück haben.

So gschamig Baby 2 ist, so beweglich ist es auch. Man kann die Tritte jetzt schon durch die Bauchdecke spüren, zur großen Freude des Ebers.

Jetzt gehe ich den Sohn baden, außerdem wartet seit langem ein Riesenkorb Bügelwäsche auf mich.
So ganz generell habe ich aber noch viel zu sagen, also schaut rein.

Monday, November 17, 2008

Heute, 17.11.2008

*an Leute denken, zu denen aus ungeklärten Gründen der Kontakt abgebrochen ist

*trotz unzählbarer Notizblöcke in meinem Besitz Gedanken auf Serviette notieren

*Schlachtplan für die nächsten Tage erstellen, der spannende Punkte wie "Staubsaugen" und "Bügeln" beinhaltet

*neue Lichterkette besorgen, nachdem letzte gemeinsam mit dem Adventkranz in einem Brand ihr Ende fand

*Frau, deren Entbindung max. 2 Monate zurückliegt um flachsten Bauch beneiden und sich des niederen Gefühls des Neids schämen

*spontan Viki treffen und reden, als sähen wir uns immer noch täglich und nicht sporadisch

*mir Wissen aneignen, das mich hoffentlich bereits in 3 Jahren in den Stand einer Pädagogin/Lehrerin erheben wird

*Sohn- und Elternfutter einkaufen

*einige Punkte des erwähnten Schlachtplans erledigen

*seit ewigen Zeiten wieder einmal WOMAN kaufen

*all das verbloggen

*Gute Nacht

:)

Saturday, November 15, 2008

Sohn krank, Nerven blank

Meine Lieben, es wundert Euch vielleicht, warum ich mich so lange nicht gemeldet habe. Nun, der Sohn ist seit letzter Woche krank.
Es begann mit einer scheinbar harmlosen Verkühlung, Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, eh schon wissen, das was der Mann in der Wick MediNight Werbung aufzählt. Diese Symptome verschwanden recht schnell wieder, wir dachten schon, der Sohn wäre gesundet. In der Nacht von Montag auf Dienstag hustete er allerdings sehr stark, sodass ich beschloss, die Kinderärztin unseres Vertrauens aufzusuchen. Der Sohn wurde gründlich untersucht, Augen, Ohren, Lungen usw., aber die waren alle kerngesund. Also bekam er Hustenzäpfchen verschrieben, damit er in der Nacht ruhiger schlafen kann.
Zuhause angekommen schlief der Bub ein und wachte mit 39,5° Fieber auf. Er bekam ein Fieberzäpfchen, aber er fieberte die ganze Nacht durch, tlw. mit über 40°. Am nächsten Tag rief ich wieder meine Kinderärztin an, die an diesem Tag leider keine Ordination hatte und sie riet uns, ins Spital zu fahren.
Dort: warten, warten, warten. Dann Zimmer Nr. 4, junge Ärztin untersucht, murmelt irgendetwas suspektes und ruft dann die Oberärztin. So etwas löst in einer Mutter gleich Zweifel, Angst und überdimensionale Sorgen aus. Die Oberärztin kommt und schaut. Tastet Hals, tastet Bauch, sagt: "Sein Bauch gefällt mir nicht." Was? Wie? "Und Sie haben Pickel!" will man da kontern. Wir werden zum Ultraschall geschickt, Peter haßt jede einzelne Untersuchung und schreit sich die Seele aus seinem kranken Leib. Der Ultraschall-Arzt trägt an uns irgendein Rachespiel mit der Kinderambulanz aus, denn er will zuerst den US gar nicht machen, weil ihm die Kolleginnen zu wenig aufgeschrieben haben. Also erkläre ICH IHM, was untersucht werden soll.
Zurück in der Kinderambulanz höre ich dann einen Streit zwischen US-Arzt und Kinderdoktorin an. Mir kommt der Verdacht, dass hier irgendein mißlungener One-Night-Stand dahintersteckt. Jedenfalls sagt man mir nur, dass der Sohn Blähungen hat, man macht noch eine Harn- und Sesseluntersuchung und dann dürfen wir gehen, mit Fieber, ohne viel klüger zu sein, allerdings mit einem Rezept für neue Zäpfchen.
Die nächste Nacht ist wieder fiebrig und durchwacht, in der Früh telefoniere ich mit meiner Kinderärztin und sie wundert sich, dass im KH kein Blutbild gemacht wurde, also bittet sie uns zu Mittag in die Ordination. Leider fiebert der Sohn bereits am Vormittag auf 40,7° rauf, wird fast bewußtlos und übergibt sich. Also fahren wir sofort wieder ins KH. Dort wollen sie immer noch keine Blutuntersuchung machen, weil ich könnte ja problemlos am nächsten Tag allein dafür wiederkommen, oder? Ich erkläre, dass ich immer mit dem Taxi komme, was mich jedesmal um die 20eur kostet, also entscheidet der Oberarzt, dass sie gleich eine Blutuntersuchung machen. Auf die Ergebnisse warten wir 1h, und als wir dann wieder in den Untersuchungsraum gehen, ist eine andere Ärztin da, die ein Antibiotikum verschreibt, weil die Blutwerte auf eine bakterielle Infektion deuten.
Dann FRAGT sie mich, ob ich das Kind da lassen will oder es zu Hause versuchen will. Ich frage sie, was sie denn meint. Sie meint, dem Kind geht es eigentlich ganz gut, naja, also berate ich mich mit dem Eber und wir entscheiden uns für das traute Heim.
Und dann die Frechheit des Tages - auf dem Arztbrief steht: Stationäre Aufnahme empfohlen, wird aber von der Mutter abgelehnt.
Also gehe ich nochmal zurück und mache eine kleine feine Szene. Es folgt ein munteres Aneinander-vorbei-reden, das aber mit einer Klärung endet.
Das war am Donnerstag.
Mittlerweile geht es dem Sohn etwas besser, er bekommt 3x täglich Antibiotikum, will nicht viel essen und schreit in der Nacht immer noch. Außerdem ist er am ganzen Körper rot gesprenkelt und sieht aus wie ein Außerirdischer.
Auf dass wir diese Nacht vielleicht durchschlafen können!

Saturday, November 1, 2008

Die kulinarischen Abenteuer des Wiener Ebers

Bin ja schon seit Längerem auf der Suche nach einem wirklich coolen Ereignis, welches ich verbloggen könnte. Leider hielt mich meine Verkühlung die ganze vorherige Woche im Bett gefangen und ein solches Ereignis kam da nun mal nicht vorbei.
Geschwächt in meiner Weibeskraft, konnte ich meinen ehelichen Pflichten nicht zu 100% nachkommen, wie z.B. auch jener, auf den Mann aufzupassen, damit er nicht auf seltsame Ideen kommt. Der Eber nutzte die Gunst der Stunde und ließ seinen Ideen freien Lauf.
Als erstes verwirklichte er seinen lang geplanten Angelausflug. Am Mittwoch läutete der Wecker um 4h und der Eber begab sich ans Donauwasser zum Fischen, genauer gesagt, zum Spinnen. Ich wünschte ihm ehrlich Erfolg. Noch.
Schließlich ist es sehr frustrierend, wenn man als Angler von jedem Ausflug ohne Fisch zurückkehrt. Um ca. 8h checkte ich die Lage telefonisch und da hatte ich einen enttäuschten Mann ohne Fisch dran, der zwar einige Köder in umherstehenden Bäumen versenkt hatte, jedoch keine Anglertrophäe in Händen hielt. Resigniert, wollte er noch ein bisschen werfen üben und dann nach Hause zu Frau und Sohn kommen. Das Schicksal hatte allerdings etwas Anderes vor. Es meinte es gut mit dem Eber und etwas weniger gut mit einem gewissen Döbel, auch Aitel genannt, der nichtsahnend in der Gegend herumschlenderte und sich plötzlich an einem Anglerhaken verhing.
Ich bekam einen euphorischen Anruf mit der Information, dass mein Mann Beute heimbringt und wir endlich nicht mehr hungern müssen.
Gott-sei-Dank war der Fisch bereits tot, als er die Schwelle unserer Wohnung überquerte. Der Eber machte sich sogleich an grausliche Tätigkeiten in der Küche, die ich - obwohl ja Revier der Frau - für die nächste Stunde sorgsam mied. Ab einem gewissen Zeitpunkt mied ich dann auch das Bad.
Schließlich bat mich der Mann, im Internet nach einem Rezept zur Zubereitung eines Döbels/einer Aitel zu suchen. Nun, ich suchte, wurde fündig und konnte in jedem Anglerforum nur wenig schmeichelhaftes über den Geschmack dieses Fisches herauslesen. Rezept war aber vorhanden, in Essigwasser für 1h marinieren, dann braten. Alles in allem, eine sehr unappetitliche Angelegenheit, zumindest für mich. Es roch in der ganzen Wohnung innerhalb kürzester Zeit nach Fisch und Essig, eine Kombination, die wohl nicht der große Renner bei der nächsten Ambi-Pur Tagung sein wird. Als der Fisch dann gebraten wurde, mischte sich noch eine Note Verkohltheit in den Duft - herrlich, sage ich Euch!
Der Eber war immer noch fest entschlossen, den Döbel zumindest zu kosten. Nach einem Bissen wurde der Fisch ohne großes Bedauern entsorgt und der Müll sofort rausgetragen.
Einige Male hatte ich noch Schuppen und Fischteile in den Händen, die zufällig irgendwo kleben geblieben waren und der Geruch hielt sich auch noch sehr penetrant bis in die späten Abendstunden hinein. Der Sohn tat sein Möglichstes, um diesen mit einem anderen Geruch zu überdecken, es nutzte jedoch alles nichts. Die Lösung war klar: eine neue, intensivriechende Speise musste gekocht werden.
Der Eber ging also Suppenfleisch kaufen und machte so an die 11l frische aromatische Rindsuppe. Danach war endlich nichts mehr vom Fisch zu merken.
Man möchte meinen, dass der Eber für einige Zeit geung vom Kochen haben würde, aber bereits vorgestern kam er wieder mit 17kg Rindfleisch nach Hause und verkündete, dass es Gulasch machen wird, und das noch um 20h. Ich glaube, der Sohn hörte den Vater in der Küche werkeln und fürchtete ein neuerliches Fischmassaker, denn an diesem Abend gab er ein Schreikonzert wie sonst nie. Nach ca. 4h war das Gulasch endlich fertig. Der Eber hat heute zum Frühstück davon gekostet und berichtet mir eben, dass es sehr gut ist.

Unser Gefrierschrank ist jedenfalls zum Bersten voll und wir sind für die nächsten Monate gewappnet.