Tuesday, September 30, 2008

Urlaubsfotos

Die Kathedrale in Krakau




Im Freilichtmuseum in Sanok







Unser Häuschen




Insgesamt stehen dort ca. ein Dutzend solche Häuser, tlw. auch ohne Wassrer und Klo...




Die Männer haben oft gegrillt und die Frauen haben es oft gegessen und genossen




Über den San führt eine abenteuerliche Brücke:




In der Holzkirche:





Wackelsteine:






Am Stausee wurde die Wasserrettung mobilisiert, da meine Schwiegermutter wagte, recht weit rauszuschwimmen. Sie bedeutete ihrern Rettern, dass es durchaus Absicht war und es ihr gut geht. Bergmenschen sind eben irgendwie komisch.




In der Ikonenwerkstätte:




Diese Ikone brachten wir aus Polen mit:




Und diese bestellten wir in Wien:




Die Milchbar - eine polnische kommunistische Milchbar verdient eigentlich einen Blogeintrag für sich...




Ausblick auf die Basilika:



Auch der Sohn genoß die Reise



Friday, September 26, 2008

Farin Urlaub, Teil 2

Nachdem ich mir habe anhören müssen, dass das "goa nix mehr wird" mit meinem Urlaubsbericht, kommt er hier nun, der 2. Teil unserer Reise.
Über ihn wurde bereits in einem anderen Blog berichtet, man möge sich auch diese Version zu Gemüte führen.

Am Sonntag nach der Hochzeit fuhren wir nach Krakau, wo wir meine Schwiegereltern trafen. Unser Quartier war ein Hostel ohne Lift, wir sahen uns also der Herausforderung gegenübergestellt, alle Sachen inkl. Sohn mit eigener Mannes- und Weibeskraft 3 Stockwerke raufzutragen.
Die Zimmer selbst waren sauber, im Bad allerdings stank es nach Kanal und wääääh. Noch dazu wurde das Bad dank voll aufgedrehter Heizung auf einer konstanten Temperatur von 30°C gehalten, damit auch wirklich ALLE Bakterien dort Party feiern können. Dementsprechen ungern benutzten wir diese Räumlichkeit.
Am nächsten Tag war es dann soweit. Unsere Abenteuer-Tour sollte losgehen. Wir hatten von Wien aus ein Auto gemietet, mit dem wir dann 1 Woche den Süden Polens erkundschaften wollten. Auf unserem Voucher stand Abholung 14h. Da wir vorhatten, etwas früher loszudüsen, rief ich beim Autovermieter an, ob es denn möglich wäre, das Auto bereits um 12h abzuholen. Dann - die große Überraschung - der Auoverleih wußte gar nicht, dass wir ein Auto gemietet hatten. Große Bestürzung beim Kunden (=wir), wie auch peinliche Berührtheit beim Vermieter (schließlich hatten wir einen gültigen Voucher). Der Mietwagenfritze versprach mir, alles zu klären und mich anzurufen, wir hingegen beschlossen, unsere Nägel nicht bis auf die Haut abzukauen und stattdessen eine kurze Stadtbesichtigung zu unternehmen. Noch während meine Schwiegereltern die Kathedrale bewunderten, erhielt ich die Nachricht, dass ein Auto für uns bereitsteht.
Nach einem leichten Kreditkartenchaos durften wir das Auto, einen Hyundai irgendwelche Buchstaben und Zahlen, endlich in Empfang nehmen. Wir hatten eigentlich ein viel kleineres Auto gemietet gehabt, aber durch die Umstände erhielten wir sozusagen ein Zufalls-Upgrade.
Wir fuhren los. Der Sohn schrie. Armin de Garmin redete Blödsinn. Wir nahmen ihn ernst und wurden über ärgste und engste polnische Straßen geführt. Wir fluchten möglichst jugendfrei. Wir sangen Kärntnerlieder. Und irgendwann um 21h oder so waren wir endlich endlich da, in Sanok. Eigentlich etwas außerhalb, also mitten im Nirgendwo. Es war stockdunkel, ein junger Herr wies uns den Weg zu unserem Häuschen. Wir hatten nach wie vor viel Gepäck und ich fragte, ob das Haus leicht weit weg sei. Jaja, war die Antwort, schließlich sind wir hier ja in den Bergen.
Nur so zur Erklärung: in Polen hat das Wort "Berg" eine etwas andere Bedeutung. Der höchste Berg Polens, die Schneekoppe, Schneeeeeeeekoppe (jaja, Eure Müsliriegel kommen alle aus Polen), ist mit ihren 1602m nur etwa 3x so hoch wie der höchste Berg Wiens, der Hermnannskogel, mit 542m. Und jeder Steirer oder Kärntner lacht alleine bei dem Gedanken, dass man dazu tatsächlich "Berg" sagt.
Der höchste Berg Österreichs hingegen, der Großglockner ist wiederum ca. 3x so hoch wie die Schneekoppe.
Nachdem es aber stockdunkel war, als wir ankamen, widersprach dem netten Herrn niemand, am nächsten Tag jedoch begutachteten die Bergmenschen aus Kärnten die sanfte hügelige Landschaft.
In den Bergen blieben wir bis Samstag. In dieser Zeit besuchten wir das Freilichtmuseum in Sanok, eine orthodoxe Holzkirche, von denen es in dieser Gegend viele gibt, eine Ikonenwerkstätte, einen Stausee, eine aus Kommunisten-Zeiten übrig gebliebende sog. Michbar, sowie Wackelsteine. Jede dieser Sehenswürdigkeiten würde einen eigenen Blog-Eintrag verdienen.

Samstag früh früh früh (5h) verließen wir die Berge, um das Auto termingerecht (12h) in flachere Gefilde zurückzubringen. Wir erreichten Krakau überpünktlich, luden alles aus, brachten das Gepäck in die Gepäckaufbewahrung, wo es bis 22h auf uns warten sollte, Eber, Sohn und Schwiegereltern ließ ich auf ein polnisches Einkaufszentrum los, bezahlte noch einen Strafzettel wegen Falschparkens, und fuhr endlich zum Autovermieter, von dem ich überzeugt war, dass er bereits seit einiger Zeit mit Spannung wartete, ob er das Auto zurückbekommt oder nicht.
Tja, hier wieder eine polnische Eigenheit: man nimmt es nicht so genau mit den Terminen. 20 Min. vor 12 war ich vorort und niemand von den Autovermietern war im Büro. Ich telefonierte. Der Autovermieter erinnerte sich dunkel daran, ein Auto vermietet zu haben, das tatsächlich an diesem Tag zurück sein sollte, aber naja, er ist gerade gaaaaaanz woanders, ich soll doch bitte Papiere und Schlüssel beim Portier des Hotels lassen und fröhlich meiner Wege gehen. Ich leistete Widerstand. Wie denn? Was denn? Und wer soll mich bitte dafür bewundern, dass ich keinen Kratzer reingemacht habe? Und überhaupt, muss ich nicht was unterschreiben oder so?
Ich wollte vom Portier eine Unterschrift, die bestätigte, dass ich das Auto wohlauf und vollgetankt zurückgebracht habe, erntete aber einen Blick, der sagte "wo kommst denn Du her?!". Wohl oder übel machte ich mich auf den Weg ins Einkaufszentrum, um den Rest meiner Reisetruppe zu treffen. Von den Autovermietern habe ich nie wieder was gehört.
Am Nachmittag machten wir uns noch auf den Weg zur Hl. Faustina, die in Krakau gelebt hat. Zu ihrer Heiligsprechung wurde in Krakau eine riesige geschmacklose Basilika hingepflanzt und die wollten wir sehen. Ist wirklich nicht besonders hübsch.
Am Abend ging dann unser Zug nach Wien und läutete endgültig das Ende unseres bewegten Urlaubs ein.

Sunday, September 14, 2008

Zwischendurch...

Liebe Blog-Fans, treue Leser,

ich komme heute trotz Ankündigung nicht mehr dazu, über Farin Urlaub, Teil 2, zu scheiben.
Stattdessen einige Fotos vom 1. Karottenversuch mit dem Sohn.



Sunday, September 7, 2008

Farin Urlaub, Teil 1

Wir sind offiziell zurück. Wir. Ich meine, ich bin offiziell zurück. Aus dem Urlaub.

Es hat mich also auch erwischt, die "wir"-Sagerei, die die meisten Frauen gleich einführen, sobald sie ihren "Single"-Status in "vergeben" wechseln.
Das hat mich früher genervt, bei anderen. Da fragt man eine Freundin: "wie geht's DIR?" und sie antwortet dann mit: "UNS geht's guuuuuut!" Wie soll es uns denn auch anders gehen, ich meine, wenn man als ich schon ein wir ist, hat man ja immer Gesellschaft.
Hmm.
Also ich leide nicht an Persönlichkeitsspaltung, sondern wir heißt natürlich Eber, Sau und Kind. Aber in meinem persönlichen Blog sollte ich wohl schreiben ich bin zurück, da sich Eber und Sohn am Blog-Eintrag ja nicht schuldig machen.

Nun, ich war in Polen. 2 Wochen, in heimatlichen Gefilden habe ich meine Seele schweifen lassen.
Ich fuhr (am Montag) alleine mit Sohn mit dem Zug, Eber sollte paar Tage später ohne Nachkommen nachkommen.
Zuerst ging es ins Sommerhaus. Das Sommerhaus in Deskurow ist eine Institution in meiner Familie. Es ist ca. 50 Jahre alt, meine Großeltern väterlicherseits bauten es vor 30 Jahren in der Nähe von Warschau wieder auf, nachdem es von einem anderen Ort (ich glaube, in der Slovakei???) dorthin transportiert worden war und an seinem ursprünlichen Ort bereits lange gestanden hatte. Als meine Großeltern starben, vermachten sie das Haus meinem Vater.
Als wir Kinder waren (wir = mein Bruder, meine Cousine Ania und ich), liebten wir die Ferien im Sommerhaus heiß. Damals gab es dort nur ein Plumsklo, und es gab viel Wald rundherum, in dem wir spielen konnten und es war überhaupt super. Einige meiner schönsten Kindheitserinnerungen hängen mit dem Sommerhaus zusammen.
Dem Sohn hat es dort auch eindeutig gefallen, in der Natur, inmitten von Blumen, Hunden und der Urgroßmutter fühlte er sich pudelwohl.



Leider verfällt das Haus von Jahr zu Jahr immer mehr, denn, um es ordentlich zu restaurieren und instandzuhalten, wären große Geldbeträge von Nöten, die niemand von uns hat.
Vielleicht gehört es ja eines Tages mir und ich habe dann zufällig ganz viel Geld und kann es herrichten. Für Kinder ist es nämlich ein sehr schöner Platz zum Ferien machen.







Am Donnerstag verließen wir dann alle das Sommerhaus und ich fuhr nach Warschau um den nachkommenden Eber vom Bahnhof abzuholen. Wir bezogen unser dortiges Quartier. Am Samstag sollte die Hochzeit meiner Cousine Ania stattfinden.
Freitag Vormittag besuchten wir meine Großtante väterlicherseits und ließen uns von ihr ganz viel Familiengeschichte erzählen. Unser Sohn gefiel ihr sehr gut, sie wollte ihn gar nicht mehr hergeben.



Am Nachmittag waren wir mit meiner älteren Cousine Iwona und ihren 2 Mädchen spazieren. Die jüngere von ihnen ist mein Patenkind. Es war lustig zu beobachten, wie die beiden ganz genau planten, wer Peter bis zu welchem Baum/Strauch im Kinderwagen schieben darf und wann danach wieder gewechselt wird. Dem Sohn gefiel das nach einiger Zeit nicht mehr, er raunzte lautstark im Buggy und wir waren kurz davor, ihnen den ganzen Spaß zu verderben und ihn ihnen abzunehmen. Schließlich schlief er aber ein und es war gut so.



Am Samstag war dann eben die Hochzeit meiner Cousine, bei der ich sang und mit meinem Gesang angeblich einen Punk zum Weinen brachte. Ich hätte ja nicht singen sollen, wegen der Stimmbänder, aber was tut man nicht für die Familie.
Die Feier selber war pompös, wie jede poln. Hochzeit, ich stand strategisch sehr ungünstig, als das junge Paar seine Vodka-Stamperl hinter sich warf und wurde partout getroffen. Masseltoff!!!
Der Eber hatte von der Feier kaum etwas, denn er sittete den Sohn im Hotelzimmer oberhalb der Hochzeit. Ich versorgte ihn regelmäßig mit Alkohol und Salzgurken.
Es fehlte Bier. Polen sind keine großen Trinker, deswegen gab es nur Vodka und Wein zum Durstlöschen, aber kein Bier zum Sich-Betrinken.
Irgendwann noch vor Mitternacht machte ich auch Schluß mit dem Feiern und zog mich zu Eber und Sohn zurück.
Am nächsten Tag verließen wir die Lokalität am Vormittag und nahmen den 2. Teil unserer Reise in Angriff. Darüber lesen Sie im Laufe der Woche, vielleicht sogar schon morgen.