Wednesday, May 21, 2008

Was wir in letzter Zeit so trieben

Am Samstag waren wir auf einer richtigen Party. Wir - das sind in dem Fall der Sohn und ich. Es soll niemand sagen, dass stillende Mütter und Säuglinge nicht vollwertige Partylöwen sein können. Manus Party begann sehr babyfreundlich bereits um 15h. Es fanden sich dort außer uns noch mehrere Babys und Kinder ein, es wurde gegrillt, also waren wir die ganze Zeit an der frischen Luft und Peter hat es sehr genossen.
Am Sonntag haben wir dann Peters Großeltern mütterlicherseits und Peters Urgroßeltern väterlicherseits mütterlicherseits in der Steiermark besucht.


Am 30.6. gehe ich zu unserem 10-jährigen Maturatreffen. Beim Hin- und Her-emailen zwecks dessen Organisation haben eine Klassenkollegin und ich entdeckt, dass wir beide im März zu Müttern geworden sind. Resas Pauli ist 5 Tage älter als Peter. Gestern haben wir uns getroffen und sind trotz Sauwetter im Prater spazieren gegangen. Es ist schon interessant, wie erwachsen man sich vorkommt, wenn man Menschen aus der Schulzeit im späteren, richtigen Leben begegnet. In der Schule waren Resa und ich, glaube ich, keine Fans von einander, zu deutlich prangten in unserer Erinnerung noch die Beleidigungen, die wir uns in der Unterstufe zugeworfen hatten und zu frisch waren noch die Narben der Kratz- und Trittverletzungen.
Und jetzt, seht uns an, wir tauschten uns über Windeln, Feuchttücher, Schwangerschaftsübelkeit und Dammschnitt aus. Das war alles wirklich sehr erwachsen. Mit jedem IKEA-Möbelstück, dass man selber kauft, wird man reifer.

Letztens haben mich vor meinem Haus 2 Mormonen angesprochen. Dum dum dum dum dum. Sie haben den Kinderwagen gesehen, und haben es ganz freundlich über die familiäre Schiene versucht. Aber nein danke, wir haben kein Interesse. Ob wir denn nicht jemanden wüßten, der Interesse hätte? Ähm nein danke, wir haben alle schon eine Religion. Das waren meine Worte. Vergleichbar mit "wir haben schon einen Staubsauger/ein Zeitungsabo/ein Porzellanpuppenset". Meine Freundin Steffie speist die Vier-Pfoten-Werber regelmäßig mit dem Satz: "Nein danke, ich bin schon beim Nivea-Club." ab. Und so hat jeder seine Methoden, wie man sie abwimmelt.

Heute war ich bei meiner Mutter. Meine Eltern ziehen um, in den 23., und deswegen packt meine Mutter. Sachen in Kartons. Heute: das Bücherregal. Sie packt, packt und erwägt immer wieder, das ein oder andere Buch wegzuhauen oder zu spenden. Ich hatte Peter im Arm und trank Kaffee, während sie jedes Buch sorgfältig abstaubte, mir den Titel vorlas, kurz innehielt, dann die Entscheidung über die Zukunft des Bandes traf und es auf den entsprechenden Stapel/in den richtigen Karton legte.
Mutter: "Blumen des Hl. Franziskus", willst Du das haben?
Ich: Nein danke.
Mutter: Das spenden wir der polnischen Kirche.´
"Pilgerwege durch Österreich" (Titel vorgelesen mit reitendem polnischen
Akzent, Anm. d. Red.), das können wir noch brauchen. Schau nach, ob dort die
Hemma drin ist. (von Gurk, Anm. d. Red.)
Ich: Nein, ist nicht drinnen.
Mutter: "Gefahren für die Kirche heute". Ein tolles Buch. Willst Du es lesen?
Sie blättert es kurz durch.
Ich: Nein danke.
Mutter: "Bridget Jones". Kennst Du das?
Ich: Das ist nicht "Bridget Jones", es heißt hier nur, das Buch sei das polnische
Pendant zur Bridget Jones.
Mutter: Wer ist eigentlich diese Bridget Jones?
Ich: Eine Britin, die mit ihrem Chef schläft.
Mutter: Ist ja widerlich.
Ich: Ich muss kurz aufs Klo, kannst Du den Peter kurz nehmen?
Mutter: "Weiche von mir, Satan". Das behalten wir auf jeden Fall.

Ehrlich wahr.

Wednesday, May 14, 2008

Stöckchen

Von Elli habe ich schon vor längerer Zeit ein Stöckchen zugeworfen bekommen. Jetzt komme ich endlich dazu, es zu "verwenden" und weiterzuwerfen:

Diese 5 Musikstücke würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen:

1. "Thank You" von Alanis Morissette
2. "Tu che di gel sei cinta" von Puccini
3. "Mensch" von Herbert Grönemeyer
4. "La isla bonita" von Madonna (wenn schon Insel, dann wenigstens bonita!)
5. "Son of a Preacher Man" von Tracy Chapman