Wednesday, April 30, 2008

Viel zu sagen!

Ich habe diesmal viel zu sagen. Oder vielmehr viel zu erzählen.
Ich war wieder einmal beim Baby-W*lz. Tragetuch kaufen. Verlassen habe ich das Geschäft ohne Tragetuch. Anstatt die Gründe in eine Geschichte zu packen, kommt nun eine etwas Anderes. Kreatives.

Offizieller Einstellungstest für Baby-W*lz Mitarbeiter: (Achtung! Es sind bei jeder Frage mehrere Antworten möglich)

1. Ein Kunde betritt Ihr Geschäft. Wie reagieren Sie?

a) Ich grüße höflich und lächle.
b) Ich muss nicht grüßen, wenn ich gerade in ein Gespräch mit meiner Kollegin
verwickelt bin.
c) Der Kunde muss zuerst grüßen, da das Wort "Kunde" vor dem Wort "Verkäufer" im
Alphabet kommt.

2. Ein Kunde schaut sich offensichtlich nach einem Verkäufer um. Sie...

a) ...tun so, als hätten Sie es nicht bemerkt und lese weiter in meinem Buch.
b) ... verstecken sich, damit er nicht auf die Idee kommt, Sie anzusprechen.
c) ... gehen auf ihn zu und fragen, ob Sie behilflich sein können.

3. Wie beraten Sie Kunden richtig?

a) Auf die Frage eines Kunden antworte ich generell mit: "Na viel Spaß"
b) Wenn ich die Antwort auf seine Frage nicht weiß, sage ich, ich würde eine
Kollegin holen, die sich damit auskennt und verschwinde dann so schnell es
geht, die imaginäre Kollegin natürlich nicht verständigend.
c) Ich gebe fachkundig Auskunft.

4. Wie gehen Sie mit Beschwerden um?

a) Ignorieren. Gottseidank ist baby-w*lz das einzige große Babyfachgeschäft in
Wien und kann es sich leisten, auf nervende Kunden zu verzichten.
b) Ich sehe die Beschwerde als konstruktive Kritik und versuche darauf
einzugehen.
c) Ich beschwere mich zurück.

AUFLÖSUNG: 1bc, 2ab, 3ab, 4ac

Ich werde jetzt ein Tragetuch im Internet kaufen. Die Beratung ist schließlich dieselbe.

Wir haben einen neuen Kühlschrank. Sein Name ist Brad, denn er ist so cool wie Brad Pitt. Außerdem ist er viel größer als der Alte und man findet viel schneller die Dinge, die man sucht. Brad reimt sich übrigens auf Matt, den Gefrierschrank. Matt hat seinen Namen von Matt. Matt ist noch cooler als Brad, und deswegen ist der Gefrierschrank nach ihm benannt.

Brad:


Es gab übrigens bereits die erste Peter-Peter Verwechslung - es wurde uns eine e-card geschickt, adressiert an Peter Stadler. Ich legte sie natürlich zur Post des Ebers. Im Brief, der der e-card angehängt war, stand: Deine e-card ist kein Spielzeug. Die Gebietskrankenkassa kennt meinen Mann scheinbar persönlich...
Zur Frage, wie man denn jetzt die Peters nennen soll, damit es keine Verwechslung gibt - nun, wir nennen Peter Fryderyk generell "der Sohn". Und ich nenne Peter Alois meistens Schatz oder Spotzl. Da mir klar ist, dass diese Nomenklatur für den Rest der Bevölkerung wohl nicht in Frage kommt, machen wir den Vorschlag, Peter Alois mit seinem 2. Vornamen, also Alois, zu nennen.
Der Sohn ist übrigens schon 1 Monat alt. Also poste ich ein paar Fotos von unserem großen Buben.




Sunday, April 20, 2008

Latzhosenpeter

Peter paßt in seine 1. Latzhose. Nachdem ich ein Foto gesehen habe, wo mein Mann als Kind eine Latzhose trägt, auf der "Peter" draufgestickt ist, habe ich beschlossen, auch auf die Latzhose vom kleinen Peter seinen Namen draufzusticken.
Leider sind meine Stickkünste nicht so berauschend wie die meiner Schwiegermutter, also schaut der Schriftzug eher so aus, als hätte ein 6-jähriges Kind seine ersten Schreibübungen gemacht. Nichtsdestotrotz sieht unser kleiner Sohn echt zum Anbeißen aus in seiner Peterlatzhose.


Tuesday, April 15, 2008

Milky Way


Es gab da mal so eine Werbung für einen Schokoriegel. Da steht eine Mutter in der Küche und erzählt: Wissen Sie, was mein Sohn heute Morgen gemacht hat? Er nahm ein Milky Way und warf es in eine Schüssel voll Milch. "Ich wußte, es würde schwimmen" - rief er "denn Milky Way ist voller Milch!"
Und damit war die schöne Anegdote der Mutter zu Ende und es folgte der Slogan: So locker und leicht, der schwimmt sogar in Milch.
Wieso ich darüber schreibe? Nun, ich bin auch voller Milch. Wie Milky Way. Trotzdem bezweifle ich, dass ich in Milch einfach so schwimmen würde. Würde ich, weil ich schwimmen kann, aber einfach so, ohne zu schwimmen, würde ich nicht schwimmen. Von alleine.
Und in Wirklichkeit ist es eh nur ein Schmäh, dass Milky Way deswegen in Milch schwimmt, weil es voller Milch ist. Das ist nur eine Methode, den Eltern der naschenden Kinder beizubringen, dass man das Kind dank Milky Way mit einer extra Portion Milch versorgt. "Clever naschen" heißt das dann.
Der wahre Grund, warum Milky Way in Milch schwimmt, liegt an seiner geringen Dichte (0,88 g/cm³ - danke Wikipedia). Es würde wahrscheinlich auch in Wasser schwimmen. Oder in Blut.
Und ich bin voller Milch und voller Blut und gehe in beiden Flüssigkeiten kläglich unter. Liegt wohl an meiner hohen Dichte.

Thursday, April 10, 2008

Stöckchen und Warnung

Bereits vor der Geburt hat mir Pia ein Stöckchen zugeworfen. Bis jetzt hatte ich nur keine Zeit, es in meinem Blog zu inkludieren, aber hiermit hole ich es nach.

Hier sind die Regeln
1. Setze einen Link zu der Person, die dir das Stöckchen zugeworfen hat!
2. Erwähne die dazugehörigen Regeln in deinem Blog!
3. Erzähle von Dir 6 unwichtige Dinge/ Macken/ Gewohnheiten!
4. Gib das Stöckchen am Ende deiner 6 Antworten an 6 Leute durch Verlinkung weiter!
5. Hinterlasse bei jeder verlinkten Person einen Kommentar in ihrem Blog, wonach sie getagged wurde!

Los geht's, hier kommen meine 6 Macken/Gewohnheiten:
1. Ich habe keine Macken. Alle, die etwas anderes behaupten haben vermutlich Recht.
2. Bei alten Citroens ist ein Teil vom Hinterreifen von der Karosserie verdeckt. Deswegen mag ich diese Autos nicht und muss mich beherrschen, diesen Teil nicht eigenhändig runterzureißen und mich damit des Vandalismus schuldig zu machen.
3. Ich stelle mir oft skurrile und bizzare Situationen vor, die nie passieren werden und lache dann darüber. Also lache ich gerne über Dinge, die nie passiert sind/die es nicht gibt.
4. Es glitzert, es ist sinnlos ---> ich will es!!!
5. Ich liebe Spielplätze. Leider falle ich unter den Kindern als schaukelnde Erwachsene ungut auf, weshalb ich sie auch nur nachts aufsuchen kann.
6. Ich mag Teenager.



So, das war's. Ich werfe dieses Stöckchen an Viki, Elli, Kathi, Liesen, Gerd und Matt weiter.

Noch etwas, worüber wir reden sollten:
Phishing-Kommentare häufen sich. Die sehen ungefähr so aus: Hello, please see here.
ACHTUNG!!! Bei so einem Kommentar bitte auf keinen Fall den Link anklicken. Im Beispiel darüber ist es unschädlich, da habe ich nur meinen alten Blog verlinkt. Ich werde so gut es geht dafür sorgen, Phishing-Kommentare möglichst schnell zu löschen, aber bitte seht Euch trotzdem vor. Die Alternative wäre natürlich die Einführung der Wortbestätigung, aber diese Option ist mir unsympatisch.

The End.

Saturday, April 5, 2008

Endlich - die Geburt

Warnung: Ich werde jetzt über die Geburt schreiben. Es werden also Wörter wie Muttermund und Fruchtblase und Dammriss und ähnliche vorkommen. Wem davor graust oder schlecht wird, der lese bitte nicht weiter, ansonsten kann ich keine Vernatwortung für Spätfolgen übernehmen.
Alles klar? (Oder, in Krankenhaus-Wortschatz: Ich habe das Infoblatt gelesen und verstanden.)

Um 20h am Sonntag, den 30.3. ging ich wieder rauf ins Kreißzimmer, zur Untersuchung. Herztöne schreiben und Muttermund-Kontrolle. Hierzu eine medizinische Tatsache: um das Kind aus der Gebärmutter herauszupressen, muss sich der Muttermund unter Wehen bis auf 10cm öffnen. 3cm gelten als Anfang der Geburt und genau soviel hatte ich am Sonntag um 20h, als mich die Hebamme untersuchte. Ich: Hurra! Sie: Gehen Sie noch in Ruhe duschen, Tee trinken und bestellen Sie Ihren Mann für Mitternacht ins Krankenhaus. Ich ging also duschen, wehte, trank Tee, wehte, und bestellte den Eber für Punkt 12 ins KH.
Und dann ging es los. Ich wurde wieder an den Herztöneschreiber gehängt und wehte vor mich hin, so ca. 2h lang. Leider ziemlich wirkungslos, denn der Muttermund hatte sich nur auf 4cm geöffnet, also noch viel zu wenig. Die Hebamme meinte, mit einer PDA (Kreuzstich) würde es besser gehen und rief den Anästhesisten an. Dieser erwies sich leider als Arschloch. Ja, das kann man ruhig so sagen. Er hatte zwar Bereitschaft, wollte sich aber nicht herbequemen und bestand darauf, es mindestens 2h lang mit einem syntetischen Wehenmittel - Syntocenon, liebevoll Synto genannt, zu versuchen. Die Hebamme ärgerte sich und sagte sofort, dass das 2h vertane Zeit seien. Diese Informationen wurden zu dem Zeitpunkt aus pädagogischen Gründen von mir ferngehalten. Das Wehenmittel wurde mir verabreicht, ich wehte heftiger und stärker und schmerzvoller - mit dem Ergebnis, dass ich nach den 2h keinen cm mehr offen war. Also rief die Hebamme wieder nach dem Herrn Anästhesisten. Dieser wollte sich wieder verweigern, aber da drohte sie, mir die PDA selber zu verabreichen, also ließ er sich dazu herunter, seine Arbeit zu machen. Er kam, er legte mir die PDA und vergeigte so ziemlich alles, was es zu vergeigen gab. Ich habe bis jetzt einen tauben Oberschenkel. Irgendwann spürte ich etwas kalt meinen Rücken runterlaufen und fragte: "Was ist jetzt passiert?" Und er sagte: "Das sag ich Ihnen später." Aber eigentlich wußte ich es - er hatte den Spinalkanal verletzt, was nicht passieren sollte, bei einer PDA. Irgendwann aber wirkte sie dann und auf einmal ging alles besser. Die Fruchtblase ging auf und auch der Muttermund öffnete sich in rel. kurzer Zeit auf 8cm. Dann verlor die PDA leider ihre Wirkung und die Wehen überraschten mich aus dem Hinterhalt mit ihrer Heftigkeit. Ich verlor das Zeitgefühl. Ich glaube, ich habe zwischendurch mal gescherzt. Und ich weiß noch, dass ich die Wehenlänge in musikalischen Phrasen abzählte. Um 7 kamen die Preßwehen. Das weiß ich deswegen so genau, weil da Schichtwechsel war und unsere Hebamme Ewa sich verabschiedete. Es übernahm Mahnaz. Ich preßte. Ich konnte nicht mehr. Mahnaz kam immer wieder ins Kreißzimmer, um nach uns zu sehen und sagte immer wieder: "Ja, genau, Sie machen das sehr gut, ich sehe schon den Kopf." Nach dem 10. Mal glaubte ich ihr nicht mehr bzw. ich glaubte, der Kopf steckt wohl noch in meiner Speiseröhre.
Und dann, irgendwann, preßte ich - und der Kopf war tatsächlich da. Dann hörte ich das traditionelle: "Nicht pressen, nicht pressen!". Als ich dann wieder durfte, wurde der Rest vom Sohn geboren und er schrie sofort. Ich konnte es noch gar nicht glauben, dass er wirklich schon da war, da wurde er mir schon in den Arm gelegt und mir war alles egal. Der Schmerz der Geburt, die Erschöpfung, alles um mich herum verschwamm. In dem Moment gab es nur mich und mein Baby.
Ein paar Stunden später waren wir bereits unten auf der Wochenbettstation.
Ich möchte mich bei allen bedanken, die uns im KH besucht haben, danke für die vielen schönen Blumen und andere Geschenke!
Jetzt ist er da und wir lieben ihn sehr.

Friday, April 4, 2008

Was vor der Geburt noch so alles geschah...

Von Donnerstag auf Freitag erwachte ich so gegen halb 4 von einem verdächtigen Schmerz im Unterbauch. Der Schmerz war von nicht besonders langer Dauer noch Intensität, wiederholte sich aber bis zum Morgen so alle 20 Min. oder halbe Stunde. Ich weckte meinen Mann und berichtete freudig: Ich habe Wehen!
Voll Euphorie konnte ich natürlich nicht mehr schlafen, sondern wartete von Wehe zu Wehe ständig auf die Uhr schauend, ob sie denn schon regelmäßig kommen. Aber nein. Um ca. 7 war der Spuk vorbei und um 8h30 hatte ich Kontrolle im KH, die aber nur ergab, dass es bald soweit ist, es also noch zwischen 1 Tag und 1 Woche dauern kann. Hmpf.
Von Freitag auf Samstag schlief ich gar nicht mehr, denn die Wehen meldeten sich zurück, und zwar alle 15 Min. Ich hoffte, sie würden noch stärker werden und häufiger kommen, aber wieder war in der Früh nix mehr davon zu merken. Was ich Samstag untertags gemacht habe - daran können sich beim besten Willen weder mein Mann noch ich erinnern. Wahrscheinlich hat die Müdigkeit einige Erinnerungen gelöscht.
Von Samstag auf Sonntag litt ich bereits. Die Wehen haben mich erhört und waren stärker geworden. Ich erlebte live die Umstellung von Winter- auf Sommerzeit. In dieser Nacht schlief der Eber auch nicht mehr. Irgendwann um 5 (neue Zeit) waren die Abstände dann alle 7 Min. und im Geburtsinformationstreffen haben wir gelernt, dass wir dann ins KH aufbrechen sollen. Also schnappten wir und Kliniktasche, riefen ein Taxi und fuhren. Im Taxi dann: Wehen veratmen, möglichst leise, um dem Fahrer keine Angst zu machen. Bei jeder Wehe durfte ich die Hand vom Eber drücken, wie schon vor Monaten vereinbart.
Im KH angekommen, trafen wir auf eine etwas resche Hebamme, die mir tatsächlich erklärte, ich habe sicher noch keine richtigen Wehen. Sie gab mir ein Mittel, wovon diese Mickey-Maus-Wehen vergehen sollten. Dann schickte sie uns heim. Wir nahmen wieder ein Taxi, weil ich mir - obwohl doch eines Besseren belehrt - immer noch einbildete, Wehen zu haben.
Daheim wurden die Wehen noch intensiver und kamen schließlich alle 4 Min. Trotz des Schmerzmittels, von dem sie doch eigentlich vergehen sollten. Irgendwann am Nachmittag hatte mein Mann genug. Wir fuhren wieder ins KH, wieder mit dem Taxi und bestanden darauf, dass ich echte Wehen habe. Und ja. Ich wurde bestätigt (na bitte, ich habs doch gewußt). Wir wurden von der Ärztin 2h lang spazieren geschickt. Vom Spaziergang weiß ich noch, dass ich immer wieder Wehen hatte und das gesamte KH-Areal ganz schön gut besichtigt habe.
Zurück vom Spaziergang wurde ich stationär aufgenommen. Das war so gegen 18h. Die nächste Untersuchung wurde für 20h angesetzt.
Was ab diesem Zeitpunkt war - darüber mehr im nächsten Post.

Beim Spaziergang auf dem KH-Gelände, während einer Wehe: