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Tuesday, February 5, 2008

Vielerlei

Gestern war ich bei einer Geburtsinformationsveranstaltung. Die findet genau einmal im Monat an jedem 1. Montag im Monat statt. Die Hebamme erklärte uns sehr fachkundig, wie eine Geburt vonstatten geht. Um es plastisch darzustellen hatte sie eine Puppe, an die eine blau-rote Schnur (Nabelschnur) genäht war, all das in einem Art Nylonsack (Fruchtblase) an einem roten Kissen (Plazenta) befestigt, und das alles wiederum hatte in einer liebevoll gestrickten Gebärmutter Platz. Im Nachhinein bereue ich es wirklich sehr, dass ich dieses skurrile und doch lebensgetreue Lernbehelf nicht fotografiert habe...



Danach bekamen alle Teilnehmerinnen ein Mini-Rexona-Deo und einen Apfel geschenkt (your Geburt's official Sponsor Rexona and Billa-Hausverstand) und danach durften wir den Kreißsaal besichtigen. Der Kreißsaal bzw. die (mehrere) Kreißzimmer sind eher klein und in jedem ist etwas Aufregendes wie
- eine Sprossenwand
- ein Peziball
- ein Geburtshocker mit Seil
- ein Bett, das man in jede nur erdenkliche Position stellen kann (erinnert in seiner Gelenkigkeit irgendwie an Zahnarztsessel)
- ein Geburtsbecken (knallpink)
Im Kinderzimmer dann klarerweise die Kinder, soooo klein. Wirklich hach und och.

Am Rückweg aus dem KH war ich noch in meinem Lieblings-Secondhand-Bücherladen und habe mich wieder ein bisschen mit Agatha Christie eingedeckt. Einen ungelesenen Roman hatte ich zwar noch daheim, kann mich aber nicht überwinden, ihn zu lesen, nachdem ich blöderweise erfahren habe, dass darin Hercule Poirot stirbt. So etwas kann man doch nicht lesen. Das ist, wie sich einen Bond-Film anzuschauen, in dem James Bond stirbt. Nein, nein, liebe Dame Agatha, das darf nicht sein, solche Figuren sind dazu prädestiniert ewig zu leben.

Und heute war ich wieder im Spital, Ultraschalluntersuchung. Nachdem der Fasching an mir bis dato spurlos vorübergegangen war, knallte er mir heute mit seiner ganzen grellen Wucht quasi mitten ins Gesicht. Schon beim Ströck durfte ich als Vampire verkleidete Verkäuferinnen bestaunen und in diesem Stil ging es dann den ganzen Tag weiter. Alles, was Kundenkontakt hat, war verkleidet. Am Abend bekam ich per SMS sogar eine Einladung zu einer spontanen Faschingsparty. Hingegangen wurde aber nicht.

Ich sitze vorm PC übrigens mit Rippenschmerzen. Mein Sohn hat es für nötig befunden mit sein Knie ordentlich in die Rippen zu rammen. Und das nur, weil ich mich gebückt habe. Genaue Stelle markiert der Pfeil. Es tut höllisch weh, das kann ich Euch sagen, trotzdem musste ich irgendwie darüber lachen.


Wenn ich gefragt werde, ob das Kind eh brav tritt und ich darauf "ja" sage, folgt zwangsweise: "Na, das wird ein Fußballer!". Wieso? WIESO sagen die Leute das? Kennen sie mich denn gar nicht? Unser Sohn wird kein Fußballer, er wird vielleicht Sammler und Erfinder oder was ähnlich brotloses, aber doch kein Fußballer. Dafür bekommt er schon mal den falschen Vornamen, nämlich nicht Kevin und auch nicht Alex (dann aber Älex ausgesprochen!).
Fußballer erinnern mich irgendwie an Hunde - vom Ball besessen. Kaum ist er im Tor, wird er wieder rausgeworfen und es beginnt von Neuem. Ein Hund kann auch nie genug vom Balli-Apportieren bekommen. Einer Katze würde das nie einfallen.
Entschuldigung an alle Fußballfans unter meinen Lesern, die sich das gerade gefallen lassen mussten.
Da Kinder aber sowieso machen, was sie wollen und die Erwartungen ihrer Eltern enttäuschen (gut so, sonst würde sich die Menschheit wahrscheinlich nicht weiterentwickeln), wird meine Hauptaufgabe in 7 Jahren darin bestehen meinen Sohn vom Training abzuholen und seinen Freund Dennis-Marcel nachher noch daheim im 10. Bezirk abzusetzen.
Das war ein langer langer Post und ganz ohne Fotos.

3 comments:

  1. Was Fasching?? Was, der Fasching ist schon wieder aus?? Heute war etwA FASCHINGSDIENSTAG??? Ist hier vällig Spurlos an mir vorübergegangen... achso, dann war diese ganze grelle Buntheit hier scheinbar schon zu Halloween?

    Na geh!

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  2. Einen Fussballsohn könnten wir eigentlich auch noch machen. Wir könnten ihn Raffael nennen und beim Wiener Sportverein einschreiben. Dann hätten wir einen Bürgersohn und einen Prolosohn. Die lassen wir dann gegeneinander kämpfen...das wird ein Spass!!

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  3. Nur weil man Fussball spielt heißt das nicht gleich das man Fussballer wird. Ist ja nur ein Sport.

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