Friday, February 15, 2008

Alles eine Frage der Balance...

Ich musste wieder auf neue Schuhe umsteigen, und zwar unsexy schnöde Turnschuhe. Nachdem es mich letzte Woche genau 2x niedergestreckt hat (beide Knie sind wund und blau, schön symmetrisch). Jetzt habe ich also auf meine alten Adidas-Laufschuhe zurückgegriffen, die muss ich zwar zubinden, dafür falle ich damit nicht um. Hatte sie heute schon an und bin kein einziges Mal umgefallen.

Nachdem fast jede(r) einen Post über den Valentinstag geschrieben hat, kommt hier auch mein Beitrag:
Wir haben ihn nicht gefeiert. Dafür haben wir unseren 1. Hochzeitstag 2 Tage davor gefeiert. Wir waren im Engel essen, das war wirklich sehr sehr lecker. Und ich habe ganz viel edle Schokolade bekommen. Was den Valentinstag anbelangt, haben wir beschlossen, ihn nur zu feiern, wenn er wirklich auf einen Dienstag fällt.
Ich habe wieder Heißhunger, und zwar derzeit auf:
-Frankfurter
-Spinat
-Broccoli

Ansonsten gibt es nix Neues zu berichten. Morgen vielleicht...

Tuesday, February 5, 2008

Vielerlei

Gestern war ich bei einer Geburtsinformationsveranstaltung. Die findet genau einmal im Monat an jedem 1. Montag im Monat statt. Die Hebamme erklärte uns sehr fachkundig, wie eine Geburt vonstatten geht. Um es plastisch darzustellen hatte sie eine Puppe, an die eine blau-rote Schnur (Nabelschnur) genäht war, all das in einem Art Nylonsack (Fruchtblase) an einem roten Kissen (Plazenta) befestigt, und das alles wiederum hatte in einer liebevoll gestrickten Gebärmutter Platz. Im Nachhinein bereue ich es wirklich sehr, dass ich dieses skurrile und doch lebensgetreue Lernbehelf nicht fotografiert habe...



Danach bekamen alle Teilnehmerinnen ein Mini-Rexona-Deo und einen Apfel geschenkt (your Geburt's official Sponsor Rexona and Billa-Hausverstand) und danach durften wir den Kreißsaal besichtigen. Der Kreißsaal bzw. die (mehrere) Kreißzimmer sind eher klein und in jedem ist etwas Aufregendes wie
- eine Sprossenwand
- ein Peziball
- ein Geburtshocker mit Seil
- ein Bett, das man in jede nur erdenkliche Position stellen kann (erinnert in seiner Gelenkigkeit irgendwie an Zahnarztsessel)
- ein Geburtsbecken (knallpink)
Im Kinderzimmer dann klarerweise die Kinder, soooo klein. Wirklich hach und och.

Am Rückweg aus dem KH war ich noch in meinem Lieblings-Secondhand-Bücherladen und habe mich wieder ein bisschen mit Agatha Christie eingedeckt. Einen ungelesenen Roman hatte ich zwar noch daheim, kann mich aber nicht überwinden, ihn zu lesen, nachdem ich blöderweise erfahren habe, dass darin Hercule Poirot stirbt. So etwas kann man doch nicht lesen. Das ist, wie sich einen Bond-Film anzuschauen, in dem James Bond stirbt. Nein, nein, liebe Dame Agatha, das darf nicht sein, solche Figuren sind dazu prädestiniert ewig zu leben.

Und heute war ich wieder im Spital, Ultraschalluntersuchung. Nachdem der Fasching an mir bis dato spurlos vorübergegangen war, knallte er mir heute mit seiner ganzen grellen Wucht quasi mitten ins Gesicht. Schon beim Ströck durfte ich als Vampire verkleidete Verkäuferinnen bestaunen und in diesem Stil ging es dann den ganzen Tag weiter. Alles, was Kundenkontakt hat, war verkleidet. Am Abend bekam ich per SMS sogar eine Einladung zu einer spontanen Faschingsparty. Hingegangen wurde aber nicht.

Ich sitze vorm PC übrigens mit Rippenschmerzen. Mein Sohn hat es für nötig befunden mit sein Knie ordentlich in die Rippen zu rammen. Und das nur, weil ich mich gebückt habe. Genaue Stelle markiert der Pfeil. Es tut höllisch weh, das kann ich Euch sagen, trotzdem musste ich irgendwie darüber lachen.


Wenn ich gefragt werde, ob das Kind eh brav tritt und ich darauf "ja" sage, folgt zwangsweise: "Na, das wird ein Fußballer!". Wieso? WIESO sagen die Leute das? Kennen sie mich denn gar nicht? Unser Sohn wird kein Fußballer, er wird vielleicht Sammler und Erfinder oder was ähnlich brotloses, aber doch kein Fußballer. Dafür bekommt er schon mal den falschen Vornamen, nämlich nicht Kevin und auch nicht Alex (dann aber Älex ausgesprochen!).
Fußballer erinnern mich irgendwie an Hunde - vom Ball besessen. Kaum ist er im Tor, wird er wieder rausgeworfen und es beginnt von Neuem. Ein Hund kann auch nie genug vom Balli-Apportieren bekommen. Einer Katze würde das nie einfallen.
Entschuldigung an alle Fußballfans unter meinen Lesern, die sich das gerade gefallen lassen mussten.
Da Kinder aber sowieso machen, was sie wollen und die Erwartungen ihrer Eltern enttäuschen (gut so, sonst würde sich die Menschheit wahrscheinlich nicht weiterentwickeln), wird meine Hauptaufgabe in 7 Jahren darin bestehen meinen Sohn vom Training abzuholen und seinen Freund Dennis-Marcel nachher noch daheim im 10. Bezirk abzusetzen.
Das war ein langer langer Post und ganz ohne Fotos.

Sunday, February 3, 2008

Mutterschutz

Ich stehe bereits unter Mutterschutz. Mütter werden schon sehr besonders behandelt - Schutz gibt es ja sonst nur für ein zu erhaltendes Gebäude (Denkmalschutz), eine bedrohte Tierart oder Pflanze (Naturschutz). Vielleicht schaffe ich es, vor der Geburt noch auf die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO gesetzt zu werden...
Jedenfalls, ich habe endlich Ferien. Letzte Woche war meine letzte Uniwoche vor meinem Karenzsemester.
Am Mittwoch war ich mit Ania Babysachen einkaufen. Es macht wirklich so viel Spaß wie es klingt, aber es ist gar nicht so einfach. Wie viele Strampler brauche ich jetzt eigentlich, und in welchen Größen? "Babies wachsen so schnell raus, kauf ja nicht zu viel." "Du bekommst sicher eine Menge geschenkt, kauf ja nicht zu viel." Ja, aber wieviel ist zu viel bzw. ist es zu wenig?
Letztendlich glaube ich eine goldene Mitte an Menge von Kleidung in Größen 56-62 gefunden zu haben. Jedenfalls präsentiert sich das dann so:





Besonders gefällt mir das Outfit mit dem 1993-Shirt. Es ist ein richtig amerikanisches College-Footballteam-Outfit, so als würde ich einen 17-jährigen namens Chad zur Welt bringen, der dann das etwas ausgewaschene Shirt zu seinen Trainings trägt und die Jahreszahl mit: "Ja, 93' war ich der Quarterback des Jahres." kommentiert.
Sehr süß auch die Latzhosen.

Freitag in der Früh war noch letzte Klassenkorrepetition, bei der ich mit einem Babyshower überrascht wurde. Meine Klasse hat ganz viel Essen und Geschenke mitgebracht und ich war sehr gerührt, um nicht zu sagen geschüttelt. Sogar der Italienisch-Lehrer schaute kurz vorbei, hauptsächlich um den selbstgemachten Rehrücken von Katharina S. zu kosten, den er beharrlich für Sachertorte hielt. (???)
Viel Spaß hatte unser Klassenhund, der jeden, der den Raum betrat mit Wedeln und Springen begrüßen durfte. Er genoss das Kommen und Gehen sichtlich.
Hier ein paar Foto-Impressionen:






Am Freitag Abend war eine Prüfung. Die Prüfung bestand darin, unverzeihlich unterprobte Duette/Terzette/Ensembles zum Besten zu geben. Unsere Vokalensemble-Gruppe war nicht die Einzige an dem Abend, es traten gleich 3 auf, und so bestand das Publikum hauptsächlich aus den Studenten, die noch nach uns drankamen und einigen, die sich mangels Alternativen für Freitag Abend dorthin verirrt hatten.
Der Auftritt war so seltsam, wir wußten nicht, ob wir uns verbeugen sollen (auch das muss man üben), teilweise wurden noch während des Auftritts auf die Bühne die Noten gecheckt, und dann sangen wir, Köpfe tief versenkt in unseren schwarzen Mappen, null Kontakt zum Publikum, das diesen ohnehin nicht erwartete, sondern nur den eigenen Auftritt, der dann ungefähr genauso vonstatten ging. Ich kam mir vor, als wäre ich ein routinierter Rockstar, dem alles egal ist, weil in der Garderobe vorher schließlich noch genug Koks geschnupft wurde. Irgendwann war es vorbei und wir durften nach Hause gehen.
Und so habe die Ferien endlich begonnen.