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Thursday, January 24, 2008

Wiener Linien

Ich wurde heute kontrolliert. In der U-Bahn.
Da stiegen am Stephansplatz 3 Mitarbeiter der Wr. Linien ein, und sie waren auch verkleidet als Wr. Linien, also voll offiziell und so.
Normalerweise ist man ganz gelassen, wenn solche einsteigen, denn sie sind offentlichtlich nicht getarnt, also auch keine potenziellen Kontrolleure. Nun - diese waren aber Kontrolleure. Ungetarnte.
Ich war sowieso cool, denn ich habe eine Jahreskarte, aber irgendwie doch so perplex über die fehlende Tarnung, dass ich schon zu dem Kontrolleur scherzend sagen wollte: "Schlechte Tarnung.", was ich dann aber nicht tat, denn eigentlich bin ich mir gar nicht sicher, ob so eine schlechte Tarnung nicht doch eine gute Tarnung ist.
Ich meine, wenn man schwarz fährt, hält man Ausschau nach Leuten, die wie als normale Fahrgäste verkleidete Wr. Linien-Mitarbeiter aussehen. Und die, die sich nicht verkleiden, hält man für ungefährlich. Also ist das "Sich-nicht-Verkleiden" in Wirklichkeit die Beste Tarnung.
All diese Gedanken schafften es in mein Hirn, in der Sekunde, in der ich den Kontrolleur auf die Tarnung aufmerksam machen wollte. Jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Vielleicht hätte er meinen Scherz nicht verstanden und ich wäre wegen Beamtenverwirrung in den Knast gewandert. Andererseits hätte er es aus Höflichkeit witzig finden müssen, weil ich - wie gesagt - ein Jahresabo habe und daher VIP-Kunde bin.
Was wiederum andererseits nichts bei den Wr. Linien zählen muss, denn man kann ja als unzufriedener Kunde nicht einfach so abwandern, und zum Trotz und als Boykott z.B. das nächste Jahr mit den Berliner Linien fahren.
Whatever.

1 comment:

  1. Kuhle Gedankengänge!
    Als ich heute vor der Führerscheinstelle auf die Elli gewartet habe, sind 3 Polizisten (auch ungetarnt) ins Amt gekommen. Am liebsten hätte ich denen gesagt: "Da bekommt Ihr euren Führerschein wieder!" und auf die Tür gezeigt, wo groß draufstand: "Ausstellung des Fahrererlaubnis nach Führerscheinentzug!"
    Hab mich aber dann doch nit getraut

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