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Saturday, January 26, 2008

Ciocia Magdas Tierecke

Heute im Einkaufszentrum hat ein Hund mitten auf den Gang geschissen. Genau zw. dm und Pimkie oder Orsay, die zwei kann ich nie auseinander halten.
Nachdem es ein großer böser Hund einer großen bösen Skinheads war, hat sich auch niemand was sagen getraut, außer den paar Kindern die natürlich mit ein paar "wäähs" reagierten. Große böse Skinheads haben immer große böse Hunde. Die sind meistens auch ziemlich häßlich. Die Moderasse schlechthin ist da ja: American Staffordshire Terrier.
Interessanterweise auch bei bekifften Punks beliebt. Interessant deswegen, weil ja Punks sowas wie gar nix mit Skinheads zu tun haben, so rein weltbildmäßig, außer eben den derzeitigen Modehund. Da setzen sie sich gerne mal in ein hundefreundliches Kaffeehaus und tauschen die Unterlagen der letzten Übung in der Hundeschule aus. Music makes the people come together. Und wenn nicht, dann tun's eben die Hunde.

Unter normalen Leuten ist der derzeitige Modehund ein ganz anderer, nämlich der Border Collie. Um herauszufinden, was modebewußte Hundebesitzer heutzutage tragen bzw. an der Leine führen, muss man nur aufmerksam die Hundehauptrolle in der Pedigree-Werbung mitverfolgen, die sich in den letzten Jahren von Schäferhund zu Cocker Spaniel zu Irish Setter zu Golden Retriever und jetzt eben zu Border Collie gewandelt hat.

Und dann gibt es da noch die Hunde, die nie aus der Mode kommen, aber nur für eine bestimmte Personengruppe stimmig sind. Yorkshire Terrier/Malteser/Pudel. Typische Pensionistenhunde. Oder Chihuahuas. Das trendige Accessoire in Hollywood, allerspätestens seit Paris Hilton, die allerdings immer noch überzeugt ist, dass sie eine besonders lebensgetreue Fellhandtasche erworben hat. Und die Hunderasse, vor der James Bond fliehen muss, wenn er in irgendein feindliches Gebäude einbricht heißt natürlich, jawohl: Dobermann.

So habe ich nun in ein paar Absätzen wirklich sehr professionell eine soziologische Abhandlung zur Hundehaltung geschrieben. Um so etwas hinzubekommen, studieren manche Menschen jahrelang Soziologie. Nicht ich, ich treffe nur einen im Einkaufszentrum gackenden Hund und die Ideen sprießen drauf los.
Das alles aber, meine Lieben, ist eigentlich gar nicht interessant. Interessant wird es erst, wenn Skinheads in ihren Herzen plötzlich ein Faible für Chihuahuas entdecken. Oder wenn sie James Bond um sein Leben rennend zeigen mit Pudeln, die ihm dicht auf den Fersen sind. Oder wenn sich Pensionisten Rottweiler auf den Schoß setzen.
Das wäre dann eine Welt, wie ich sie mir wünsche, da skurriler und so viel lustiger.
Uhahahahaha!!!

6 comments:

  1. Den Köter festhalten und draufscheissen. Dann merkt er sich das.

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  2. Also beim vorbeigehen laut sagen: 'ein braves Hundi' - wirkt echt, da alle ringsum schauen (habs im Gasometer ausprobiert, bei einem alten Ehepaar, die haben schnell alles entfernt)
    ACHTUNG: bei Skinheads eher nicht versuchen, man weiss ja nie ;-)

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  3. Liebe/r Sapperlot,
    damit ein Hund - ohne vorhandenem Graßhalm - die Scheiße im gehen verliert, muss seine Notwendigkeit schon sehr lange bestanden haben. Für einen stubenreinen Hund ist das verunreinigen eines geschlossenen Raumes wie wenn wir uns in die Hose machen! Also wenn hier jemand festgehalten werden sollte, um draufzuscheißen, dann eher der Hundehalter, in diesem speziellen Fall also der Skinhead! Und ob der es sich dann merken würde, ist mehr als fraglich!

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  4. 1) nein, mal schneit auch wer herein, der dich nicht kennt.
    Aber auch aus Ö.
    2) Wie ist es mit Besitzern dieser lustigen Podencos? (laaaange Nase, riesen Ohren, rostbraunes Fell, weiße Flecken, etwas schweinzrüsselig aber sooo lieb!)
    LG von Bernadette

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  5. Wahrscheinlich war's eh das Herrli!

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  6. @anonymouse (fiep)
    Ich scheiss auch auf den Hundebesitzer. Mir egal. Oder auf beide. Irgendwer muss sich des halt merken, damits irgendwen nimmer passiert. Und deshalb, drauf g'schissn.

    T'schuldigung, dass ich ausnahmsweise so salopp daherred.

    PS: Im übrigen glaub ich nicht, dass alle Hunden wissen, dass man in Räumen nicht darf. Grad in Einkaufszentren passiert das doch recht oft. Oder in Bahnhöfen. Da hab ich unlängst eine Frau drauf angeredet, dass ihr Hund grad gegen eine Säule im Westbahnhof ludelt. Sie hat ihm dabei Seelenruhig zugeschaut (braves Buzzihundi). Aber als ich sie angesprochen hab hat sie ganz entzetzt getan. Weil sowas hat der echt noch nie gemacht, der Buzzihundi. Weggemacht hat sie's nicht und ich hatte keine Zeit, meine Gesellschaftliche Position gegenüber der Hundefrau auszukosten, weil ich musste zum Zug. Aber ich hätt sie das wahrscheinlich auflecken lassen. Oder den Hund. Der hat a längere Zunge, das geht schneller. Das Problem ist immer an beiden Enden der Leine. Nie nur an einer.

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