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Sunday, August 20, 2006

Umzug

Ich bin also umgezogen. An einem WE, an dem ich in meinem alten neuen Job Samstag und Sonntag Dienst hatte.
Ein Umzug ist stressiger als man glaubt. Zumindest als ich geglaubt habe. Meine letzten Umzüge habe ich als Kind erlebt und da hatte ich das ganze relativ relaxed in Erinnerung. Wir Kinder zogen für ein paar Tage zu Verwandten/Bekannten und kamen erst zurück, als schon alles eingerichtet war und sogar alle Kuscheltiere wieder in Position gebracht worden waren.
Diesmal erlebte ich mehrere Phasen des Umzugs, hautnah.

1. Packen. Ich packte zwei ganze Wochen lang. Ich stellte mir vor, daß ich am Ende 10-15 säuberlich gepackte Kartons und leere, leichte Möbel haben werde.
Ich hatte auch 10-15 Kartons. Außerdem 1 Koffer, 4 Rucksäcke, 8 Handtaschen, 5 Ikea-Säcke, eine Menge Stoff- und Plasticktaschen. In allen befanden sich mein Hab und Gut, ein einem wilden Durcheinander.
Dennoch war ich sehr stolz auf meine Weitsichtigkeit und Packkunst, da ich - an den kaputten Aufzug in der neuen Wohnung denkend - die Kartons so gepackt habe, daß ich jeden einzelnen von alleine heben und tragen konnte. Zumindest von meinem alten Zimmer in den Vorraum. Am Vorabend des Umzugs ging ich um 3h schlafen, mit dem guten Gewissen alles perfekt durchgeplant zu haben.

2. Umziehen. Ich hatte Helfer, Gott sei gedankt. Mein Bruder kam mit seinem riesigen Firmenauto und ich hatte gleich einmal Befürchtungen, daß sein Laderaum kleiner als mein Zimmer ist.
In der alten Wohnnug war der Aufzug glücklicherweise funktionstüchtig, und so waren wir voller Elan und Mut. Ich öffnete die Tür, führte meine zwei Männer hinein und präsentierte ihnen das Ausmaß der Arbeit. Zuallererst stellte sich heraus, daß Möbel, selbst wenn sie leer sind, schwer sind. Ich wurde ein bißchen getadelt, daß ich sie nicht zerlegt hatte, aber man ließ Milde walten, da ich ja eine Frau war und v.a. meine Möbel ziemlich einfach in Einzelteile aufteilbar waren.
Wir begannen mit dem Ausräumen der zahlreichen Päckchen und Säckchen und ich mußte mir so einige nicht sehr schmeichelhafte Worte über mein Packtalent anhören. Die Kartons, die ich so leichtfüßig aus meinem Zimmer in den Vorraum schieben konnte, entpuppten sich als wahre Kraftproben, selbst wenn wir zu dritt anfaßten. Wir trugen und schwitzten und irgendwann war das Auto voll und mein Zimmer leer. Wir konnten also fahren.

3. Ausladen. Der Lift war, wie befürchtet, defekt. Er ist übrigens immer noch defekt, und ich kann meinen exklusiven Liftschlüssel gar nicht ausprobieren. Am Tag meines Einzugs legte ich die Strecke EG - 3.Stock öfter zurück als in den 2 Wochen, in denen ich nun schon hier wohne. Von großem Nachteil erwiesen sich nun meine 1000 Päckchen, sowie mein fehlendes Hanteltraining, welches verursachte, daß ich mich manchmal schon mit einem Brett überfordert fühlte. Die unliebsamen Meinungen bezüglich meines Packens wandelten sich in Flüche. Einige davon äußerte ich persönlich. Irgendwann nach Stunden des gemeinsamen Stöhnens und Schwitzens waren wir Blutsbrüder und endlich fertig. Es folgte ein netter Ausklang beim Chinesen.

4. Auspacken. Tja, diese Phase ist noch nicht vorbei...

Danke für Eure Aufmerksamkeit. Und Danke an diese Stelle nochmals an Peter und Thomas. Ihr seid wirklich wundervoll und sehr sehr stark!

3 comments:

  1. Nie werde ich vergessen, wie Magda stolz verkündete "Die Kartons sind ganz leicht. Ich kann jeden von ihnen selber tragen". Das galt auch für den grossen Karton, der, randvoll mit Büchern, kaum zu zweit zu Schleppen war. Als ich sie aufforderte, den Beweis für ihre These anzutreten, wollte sie dann doch lieber nicht.
    So stolz sie auf ihr Werk war, so miserabel war es vorbereitet. Und deshalb hoffen wir alle inständig: Möge sie bleiben wo sie ist und nie mehr Übersiedeln.

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  2. Den gar starken Männern ein Brot!

    das Brot

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  3. je heeee, Magdarine !!!!

    warum hast DUU mir denn nichts nichts niiichts von dieser pyramidonalen Seite bisher erzähhlt....da hätte ich mich ja schon im Urlaub üüber dein gesamtes Treiben informieren können!!!!!!!!!

    bye, vic basilic

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